Harvia übernimmt Mehrheit an EOS Group

Übernahme von EOS durch Harvia
EOS steht für hochwertige Saunaöfen Foto: Tom Philippi

Der an der Börse in Helsinki notierte Saunatechnik-Hersteller Harvia hat die Mehrheit an der deutschen EOS Group übernommen. Die am März angekündigte Akquisition wurde am 30. April abgeschlossen, der Kaufpreis liegt bei knapp 20 Millionen Euro.

Die EOS Gruppe hatte 2019 mit 150 Mitarbeitern einen Umsatz von 17,3 Millionen Euro erwirtschaftet, das EBITDA betrug 3,2 Millionen Euro. Demnach übernimmt Harvia 78,6 Prozent an der Kunz & Meis Holding GmbH mit ihren operativen Geschäftseinheiten EOS Saunatechnik, Kusatek und Spatronic sowie 80 Prozent an der russischen Geschäftseinheit OOO EOS-Premium Spa.

Rainer Kunz bleibt an Bord

Von den bisherigen Gesellschaftern der Kunz & Meis Holding GmbH bleibt Rainer Kunz mit 21,4 Prozent als Minderheitsgesellschafter beteiligt, während Michael Meis das Unternehmen verlässt. Rainer Kunz wird zugleich Anteilseigner und Mitglied des Management-Teams von Harvia. Vasiliy Sosenkov bleibt mit 20 Prozent an der russischen Geschäftseinheit OOO EOS-Premium Spa beteiligt. EOS, das vor allem im öffentlichen und privaten Premiumsegment tätig ist, soll als eigenständige Saunatechnik-Marke neben Harvia weitergeführt werden.

Der Marktanteil der Harvia Group im weltweiten Saunaofen- und -komponenten-Markt wird sich durch diese Übernahme von geschätzten elf auf 14 Prozent erhöhen. Die EOS Group ist weltweit in 80 Ländern tätig, und nimmt eine marktführende Position in Deutschland, Österreich, Russland und den osteuropäischen Staaten ein. Harvia gehört zu den führenden Anbietern im Sauna- und Spamarkt.

In den letzten Jahren wurden unter anderem die Firmen Sentiotec (Österreich) und Almost Heaven Saunas (USA) übernommen. 2019 erzielte Harvia einen Gesamtumsatz von 74,1 Millionen Euro und einen operativen Gewinn von 13,3 Millionen Euro. Die Firma mit Hauptsitz im finnischen Muurame beschäftigt rund 400 Mitarbeiter weltweit. Durch die Übernahme erhöhen sich die Nettoschulden des Unternehmens von 28,3 auf 49,6 Millionen Euro.

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