Reine Formsache

Reine Formsache

Produktdesign ist eine Kunst – und harte Arbeit im Detail. Doch wie läuft so ein Designprozess für neue Produkte im Bereich Sauna, Pool und Spa in der Praxis ab? Markus Gäbele, Leiter Entwicklung & Konstruktion beim Marktführer Klafs (rechts), und Martin Schultheiss, einer der beiden Köpfe des renommierten Designbüros Henssler Schultheiss Design, gewähren uns am Beispiel der beiden wichtigsten Klafs Produktneuheiten der kommenden Monate exklusive Einblicke in ihre spannende Arbeit.

Schwäbisch Hall, im Juli 2016. Der Erfolg der Marke Klafs beruht auf drei Eckpfeilern: Qualität, Design und Innovation. Und alle drei hängen eng miteinander zusammen – das wird ganz schnell klar, wenn man das Thema Design bei Klafs genauer betrachtet. „Für mich hat das Thema Produktdesign schon immer einen enorm hohen Stellenwert. Denn letztlich ist es das gute und professionelle Design, das unsere erstklassige Qualität sichtbar macht“, ist Stefan Schöllhammer, geschäftsführender Gesellschafter von Klafs, überzeugt.

Die Innovationen von Klafs, die der Marktführer im Bereich Sauna, Pool und Spa erstmals auf der Interbad im September 2016 in Stuttgart der Öffentlichkeit präsentieren wird, werden laut Hersteller aufgrund ihres reduzierten Design, ihrer sauberen Geometrie und ihrer klaren Linienführung sofort als „typisch Klafs“ wahrgenommen. Doch ein gelungenes Produktdesign muss weit mehr können als „nur“ gut gefallen. „Design ist erst dann gut, wenn es neben hoher Designqualität auch im Dienst der Marketingziele und des Engineerings steht. Das bedeutet, dass das Design alle Anforderungen an die Funktionalität und fertigungstechnische Prämissen erfüllen muss“, erklärt Markus Gäbele, Leiter Entwicklung & Konstruktion bei Klafs, die Basis der Zusammenarbeit.

Die neue „Infrarot S1“, die auf der raumsparenden Zoom-Technologie der mehrfach preisgekrönten „Sauna S1“ und dem ebenfalls preisgekrönten Infraplus-System basiert, ist in vielen Aspekten technisch eng verwandt mit ihren Vorbildern. Dennoch mussten die Entwickler bei Klafs und die Designer bei Henssler Schultheiss im Laufe des Entwicklungsprozesses viele weitere, neue Themen bearbeiten. Ein Beispiel ist die elegant geschwungene Sitzschale, die aus zahlreichen Furnierlagen geformt wird – ein Novum in der Wellnessbranche. Die „Infrarot S1“ hat eine Tiefe von 45 Zentimetern, die erst durch die innovativen Klappsitze im Stil von Kinositzen möglich wird.

Auch beim zweiten aktuellen Designprojekt von Klafs und Henssler Schultheiss stand eine patentierte, preisgekrönte Klafs Innovation-Pate: die Microsalt-Technologie.  Die Herausforderung an die Entwickler bei Klafs und die Designer bei Henssler Schultheiss: Diese einzigartige Technik so weit wie nur irgend möglich zu schrumpfen. Und auf diese Weise ein ebenso handliches wie leichtes und natürlich darüber hinaus auch formschönes und intuitiv zu bedienendes Gerät zu entwickeln. Das Ergebnis heißt „SaltProX“ und ist so klein, leicht und handlich, dass es im wahrsten Sinne des Wortes weder optisch noch in Sachen Platzbedarf ins Gewicht fällt. 

Im Gegensatz zu den genannten Klafs-Technikkomponenten, die immer integraler Bestandteil der Kabine sind und deshalb auch an deren Stromkreis angeschlossen werden, ist das neue „SaltProXGerät“ dank Akkubetrieb jedoch absolut autark. In wenigen Tagen wird es ernst – dann startet als letzter Test vor dem Serienanlauf die Vorserienproduktion der Infrarot S1-Kabinen und der „SaltProX-Geräte“. Markus Gäbele und Martin Schultheiss arbeiten derweil mit ihren Teams schon wieder an neuen Ideen.

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