Aquarixx-Schulung mit Gipfelfreuden

Anfang Oktober trafen sich rund 30 Topras-Mitglieder zu einer Schulungsveranstaltung bei der Hofer Group im Grödnertal. Gastgeber Eugen Hofer erläuterte die vielfältigen Möglichkeiten des „Aquarixx“-Systems. Am zweiten Tag stand das Thema „Gemeinsamer Technikraum“ auf der Agenda. Als besonderes Schmankerl servierte Topras-Geschäftsführer Johannes Gunst einen Abend auf der Seiser Alm.

Die Grödner sind ein spezielles Volk: umgeben von über 3 000 Meter hohen Dolomitengipfeln wie dem Langkofel, mit einer eigenen Sprache, dem Ladinischen, und von der Natur mit einer besonderen handwerklichen Begabung ausgestattet. Die vielen Holzschnitzereien, die man in den drei Dörfern St. Ulrich, St. Christina und Wolkenstein antrifft, zeugen von diesem Geschick. Die Qualität seiner inzwischen 120 Mitarbeiter, überwiegend Grödner, sei auch der Grund, so Eugen Hofer, dass er nie daran gedacht habe, das 1961 von Vater Paul gegründete Familienunternehmen aus dem engen Grödner Tal in einen verkehrstechnisch günstiger gelegenen Ort zu verlegen.

Die Hofer Group, Mitglied und Gesellschafter der Topras, hat sich aus kleinsten Anfängen in den 1960er Jahren zu einem Komplettanbieter im Schwimmbad- und Wellnessbereich entwickelt – mit eigenem Beckensystem („Aquarixx“) und vielen hochkarätigen Umsetzungen von Hotelbädern im Premium-Bereich. Topras-Geschäftsführer Johannes Gunst betonte, dass die Hofer Group es nicht gescheut habe, den deutschen Technikstandard in Italien einzuführen, trotz eines damit verbundenen deutlich höheren Preisniveaus.

Zusammen mit Stefano Vettorazzi erläuterte Eugen Hofer im Anschluss die Möglichkeiten des „Aquarixx“-Systems, mit dem die Hofer Group mittlerweile rund 330 Projekte realisiert hat. Zielsetzung der Veranstaltung war es, noch mehr Kooperationen zwischen Hofer und anderen Topras-Partnern in diesem Bereich zu ermöglichen.

Eigene „Aquarixx“-Fertigung in Solagna

Seit den 1990er Jahren arbeitet Hofer an dem auf dem Kunststoff EPS basierenden Fertigbausystem. Nachdem man zunächst  auf externe Lieferanten setzte, werden die „Aquarixx“-Elemente seit 2008 im eigenen Werk in Solagna (Venetien) hergestellt.

Das Material zeichnet sich durch seine guten Dämmeigenschaften, hohe Stabilität, kurze Trockenzeiten, eine hohe Temperaturbeständigkeit (70 Grad Celsius) und sein geringes Gewicht aus. Im Unterschied zu einem gemauerten Becken fallen deutlich weniger Arbeitsschritte an, was zu einer Reduzierung potenzieller Fehlerquellen führe, wie Eugen Hofer betonte. Neben kompletten Neubauten und Sanierungen bietet „Aquarixx“ auch die Möglichkeit, Teilbereiche wie Treppen, Bänke oder Massagenischen in bestehende Anlagen zu integrieren.

Detailliert gingen Hofer und Vettorazzi auf die Möglichkeit ein, ein Skimmerbecken in einen Überlauf- bzw. Infinity-Pool durch den Einbau eines Rinnenkopfes umzuwandeln. Für die Verkleidung der Becken eigneten sich insbesondere Keramik, Folien, Fliesen und bestimmte Natursteine. In einer kleinen Praxisschulung konnten die Schulungsteilnehmer die „Aquarixx“-Elemente hautnah kennenlernen. Dabei wurden Montageschritte sowie die Auskleidung mit einer Alkorplan-Folie demonstriert.

Im Anschluss erhielten die Teilnehmer bei einer Unternehmensführung einen guten Einblick in die Arbeitsweise und Innovationsfähigkeit der Hofer Group. Neuentwicklungen wie eine besonders energieeffiziente Sauna mit Metallummantelung oder ein Dampfbad mit in der Sauna erzeugtem Dampf gab es ebenso zu sehen wie die Werkstatt, in der unter anderem die „TopBoxx“ der Topras vormontiert wird.  

Nach einem intensiven Schulungstag folgte am Abend ein kulinarischer Höhepunkt: Per Gondel fuhr man auf die rund 2 000 Meter hoch gelegene Seiser Alm. Bei herrlichem Rundumblick auf die Dolomiten konnte man die letzten Sonnenstrahlen des Tages genießen, bevor es in der Seiser Alm zum gemeinsamen Abendessen ging.

Im gemeinsamen Technikraum

Der zweite Tag bot den Schulungsteilnehmern zunächst die Gelegenheit, im internen Kreis über die Erfahrungen des vergangenen Jahres zu diskutieren. Topras-Vorstand Peter Strehle schlug zudem die Einrichtung einer regelmäßigen Topras-Erfa-Gruppe vor.

Einen weiteren Schwerpunkt bildete das Projekt „Gemeinsamer Technikraum“, das Jürgen Weinert (Prominent) vorstellte. Dabei geht es insbesondere um eine einheitliche Steuerung für unterschiedliche Beckentypen. Als erstes wurden fünf verschiedene Pooltypen (Skimmer und Überlauf, jeweils innen und außen, dazu ein Überlaufbecken plus Whirlpool), sowie eine Anzahl an Wasserattraktionen und Einbauelementen definiert. Um die Komplexität handeln zu können, wurden die Kombinationsmöglichkeiten sinnvoll begrenzt.

„Weniger ist mehr“, lautet das ­Motto von Jürgen Weinert, der den ­Topras-Mitgliedern als nächsten Schritt eine komplette Auswahlliste mit genauer Definition der einzelnen Gewerke und ­aktuellen Preisen präsentieren will – um dann das Projekt in 2015 in die Realität umzusetzen.

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