Fitnessmesse Fibo weiter auf Erfolgskurs

FIBO 2016

Fitness und Gesundheit sind nach wie vor ein starkes Trendthema. Das zeigt auch die Messe Fibo, die im April in Köln veranstaltet wurde: Die weltweit größte Fachmesse für Fitness, Wellness und Gesundheit konnte auch dieses Jahr wieder steigende Zahlen verzeichnen. Die Branche rechnet mit einem weiteren Wachstum.

Schon seit Jahren kann die Fibo ansteigende Zahlen verzeichnen. So waren 2016 insgesamt 153 000 Besucher nach Köln gekommen – 17 000 mehr als im Vorjahr. Auch bei der Zahl der Aussteller konnte der Veranstalter Reed Exhibitions wieder einen kräftigen Wachstumsschub melden: im Vergleich zur Vorjahreszahl von 725 waren es in diesem Jahr insgesamt 960 Aussteller: das ist ein Plus von rund 32 Prozent. Damit verbunden war eine Flächenerweiterung um insgesamt 23 Prozent. 83 000 Fachbesucher aus mehr als 100 Nationen wurden gezählt – damit konnte die Fibo ihre Rolle als international führende Businessplattform weiter ausbauen. Hans-Joachim Erbel, CEO Reed Exhibitions Deutschland: „Die Fibo zählt derzeit weltweit zu den Leitmessen mit der höchsten Wachstumsdynamik.“ Dass die Messe nicht nur für Fachbesucher, sondern auch beim breiten Publikum ein Renner ist, zeigt die Tatsache, dass Tickets für Privatbesucher schon Wochen im Vorfeld ausverkauft waren. Dementsprechend großer Andrang herrschte an den beiden Wochenendtagen für Privatbesucher. Fitness-Fans konnten die innovativen Geräte und Neuheiten nicht nur bestaunen, sondern auch direkt vor Ort ausprobieren. In Deutschland trainieren derzeit 10,8 Millionen Menschen aktiv ihre Fitness, so berichtet eine repräsentative Studie von TNS Infratest, die unter anderem vom Deutschen Industrieverband für Fitness & Gesundheit beauftragt wurde. Ein Mega­trend ist dabei für viele die digitale Fitness, die auf der Fibo breiten Raum einnahm. Allein dem Thema elektrische Muskelstimulation (EMS) wurde erstmals eine eigene Halle gewidmet.

Digitale Fitness war ein Megatrend auf der Messe

Rund 1 500 EMS-Studios gibt es mittlerweile in Deutschland, 17 EMS-Aussteller waren auf der Fibo vertreten. Nach einer Umfrage nutzen 56 Prozent der Fitnessstudio-Mitglieder digitale Hilfsmittel, bei den allgemein sportlich Aktiven sind es 34 Prozent. Davon verwenden 16 Prozent einen Schrittzähler, 12 Prozent nutzen Pulsuhren, 10 Prozent Apps, sieben Prozent Fitnessarmbänder und vier Prozent Online-Training. Zu den auf der Fibo vorgestellten Produkten gehörte zum Beispiel ein im Ohr tragbarer Sensor, mit dem neben der Pulsfrequenz auch die Körpertemperatur beim Sport überwacht werden kann. Präsentiert wurde auch Hightech-Unterwäsche mit integrierter Sensortechnologie, welche die Kraft- und Bewegungsdaten von Fitnessübungen während der Bewegung aufzeichnet und dabei Wiederholungen, Muskelbelastung und wirkende Kräfte ermittelt. Auch das Thema Sporternährung war gefragt. Fast vierzig Aussteller infomierten hier über Trends und Neuheiten.

Den Auftakt der Messe bildete das Euopean Health & Fitness Forum EHFF 2016, das rund 400 Spitzenvertreter der Europäischen Fitnessbranche zusammenbrachte. Die Abschlussrede hielt Tibor Navracsics, EU-Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport: „Bewegung macht Spaß. Es hilft den Leuten, sich besser zu fühlen und gesünder und aktiver zu leben. Wir müssen neue Möglichkeiten für die Menschen finden, sich mehr und ihren Bedürfnissen angepasst zu bewegen. Innovationen im Gesundheits- und Fitnessbereich leisten dabei einen wichtigen Beitrag.“ Bereits jetzt sei Fitness der mitgliederstärkste Sport in der EU, so Navracsics.

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