Interbad 2014: Qualität schlägt Quantität


Rund 15 000 Besucher kamen vom 21. bis 24. Oktober auf die Interbad in Stuttgart. Die Internationalität des Publikums lag bei knapp 30 Prozent, auf Ausstellerseite kamen 41 Prozent aus dem Ausland. Insgesamt musste die Messe aber einen leichten Besucher- und Ausstellerrückgang gegenüber 2012 hinnehmen.

Auch wenn die Interbad 2014 mit 444 Ausstellern das Ergebnis von 2012 (rund 500 Aussteller) nicht erreichen konnte, zeigten sich die Verantwortlichen mit dem Verlauf der Messe sehr zufrieden. Mit rund 15 000 Besuchern aus 64 Ländern (2012: knapp 16 000 aus 53 Ländern) konnte der Anteil der ausländischen Besucher auf knapp 30 Prozent gesteigert werden. Gut ein Viertel der internationalen Gäste kam aus Österreich und der Schweiz, weitere knapp 30 Prozent reisten aus Osteuropa an, wobei Russland mit 9 Prozent den größten Anteil daran hatte. Mit 12 Prozent stellte auch Skandinavien einen beträchtlichen Teil der internationalen Besucher.  „Die Aussteller zeigten sich vor allem mit der Qualität der Gespräche und der geknüpften Kontakte sehr zufrieden“, zog Ulrich Kromer, Geschäftsführer der Messe Stuttgart, ein erstes Fazit.

Die Verleiher und Gewinner des Innovation Award: (v.li.) Berthold Schmitt-Schraml (DGfdB), Rouven Bartels (Gantner Electronic), Simon Schnitzler (Evoqua Water Technologies), Elena Jakobson (Midas Pool & Fountain Products), Mario Sommer (Sopro Bauchemie) und Andreas Wiesinger (Messe Stuttgart).Besucher geben dem Messekonzept gute Noten

Laut Messe waren 65 Prozent der Besucher Inhaber, Geschäftsführer oder Bereichs- und Abteilungsleiter in ihrem Unternehmen. Knapp 80 Prozent der Besucher kamen mit Investitionsabsichten zur Interbad, so das Ergebnis einer Befragung der Messe Stuttgart. Die größte Besuchergruppe stellten demnach die Betreiber von öffentlich und privat geführten Bädern, gefolgt von Sauna- und Spa-Betreibern, Schwimmbadbauern und -händlern sowie Architekten, Planern und Consultants. Das Messekonzept, zu dem neben der Ausstellung auch ein umfangreiches Kongress- und Rahmenprogramm zählte, wurde von den Besuchern mit der Durchschnittsnote 2,0 bewertet.

Fast 75 Prozent haben jetzt schon die Absicht, die nächste Interbad im Jahr 2016 zu besuchen. Auch auf Ausstellerseite fand das Messegeschehen Anerkennung. Besonders die Internationalität der Veranstaltung wurde immer wieder hervorgehoben. So meinte Stefan Schöllhammer, Geschäftsführer von Klafs Saunabau: „Auf der Interbad zeigen wir eine Zusammenfassung unserer Neuentwicklungen der letzten zwei Jahre, das Interesse an unserer Ausstellung ist immens. Wir haben den Eindruck, dass es besonders international ist, wir haben sehr viele ausländische Gäste an unserem Stand.“

Ähnlich bewertete EOS-Geschäftsführer Michael Meis die Messe: „Wir können mit unserem Stand gemeinsam mit unseren Mitausstellern einen guten Erfolg verbuchen. Es sind mehr internationale Besucher hier und wir treffen viele Bestandskunden, die sich über unsere Neuheiten informieren. Die Anbindung des Standorts Stuttgart ist ideal.“ Auch bei den Poolanbietern herrschte große Zufriedenheit. Für Friedhelm Schuch von Odenwald Pool war es „die beste Messe, die wir je hatten. Es waren sehr investitionsbereite Privatbesucher bei uns, und wir sind sicher, einige Aufträge angebahnt zu haben.“  

<img src=“https://thunderdemo.de/wp-content/uploads/2019/04/kl_artikel_profi_interbad_122_2-15.jpg“ alt=“Helmut Hilpert war einer der Referenten auf der
Sonderfläche „Creating Atmospheres“: Er sprach über die Funktionalität in Dampfbädern. “ width=“200″ height=“123″ style=“float: right;“ class=“caption“ />Wie erwähnt, fanden während der Messe einige Zusatzveranstaltungen statt, so der 65. Kongress für das Badewesen, der rund 1 000 Teilnehmer verzeichnen konnte. Der von der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB) veranstaltete Kongress brachte Schwimmbadexperten aus aller Welt zum persönlichen Austausch zusammen. DGfdB-Geschäftsführer Dr. Christian Ochsenbauer resümierte: „Am gefragtesten war der Themenkreis Wasseraufbereitung im Rahmen der Fachtagung öffentliche Bäder. Sehr erfreulich war auch  die gute bis sehr gute Beteiligung in den Themenkreisen Bäderbau, Bäderbetrieb, Schwimmbadpersonal, Saunen sowie Privatbäder mit dem Tag des Schwimmbadbauers.“

In Halle 8 gab es auf der Sonderfläche „creating atmospheres“ ein weiteres Forum, das an vier Tagen mit namhaften Referenten die Themen Klima, Licht, Oberflächen/Einrichtung und Wasser beleuchtete.
Zum bereits dritten Mal verlieh die DGfdB den Public Value Award für das öffentliche Bad, der die breite gesellschaftliche Wertschöpfung und nicht nur die betriebswirtschaftliche Seite der öffentlichen Bäder hervorheben will. Den 1. Preis gewann das Freizeitbad Greifswald für sein „stimmiges Gesamtkonzept“ und die „außerordentlich hohe Sozialkompetenz“. Den 3. Preis errang das „Aqua-Sole“ in Kitzingen für den „Dreiklang aus einem ganz besonderen Standort, wirtschaftlicher Vernunft und herausragender ökologischer Sensibilität“. Eine Anerkennung erhielt zudem das Stadtbad Zittau für seine identitätsstiftende Funktion für das Zittauer Stadtbild. 

Die Prämierten beim Public Value Award: Mit dem Preis soll die breite gesellschaftliche Wertschöpfung gewürdigt werden, die ein öffent­liches Bad für das Gemeinwohl leisten kann.Interbad Innovation Award mit zwei Gewinnern

Erstmals rief die Messe Stuttgart mit dem „Interbad Innovation Award“ einen Publikumspreis ins Leben. Das Ergebnis stellte gleich ein Kuriosum dar. Sowohl Platz 1 als auch Platz 2 gingen mit identischer Stimmenzahl an jeweils zwei Unternehmen. Mit jeweils 17,3 Prozent der abgegebenen Stimmen kamen die Firmen Evoqua Water Technologies und Sopro Bauchemie auf den ersten Platz. Bei Evoqua wurde dabei das Calciumhypochlorit-System „SafePrep XC“ prämiert, bei Sopro der Fugenmörtel „Sopro Titec Fuge plus 2-10 mm“.

Auf Platz 2 kamen mit jeweils 12,4 Prozent der Stimmen die Firma Midas Pool & Fountain Products sowie Gantner Electronics. Midas überzeugte die Besucher mit dem vollautomatischen Rückspülventil „Mida.mat“, während Gantner für sein verkabeltes Schrankschließsystem „Gat Net Lock“ ausgezeichnet wurde. Die Preise wurden von Berthold Schmitt-Schraml, Vorsitzender des Vorstands der DGfdB und Andreas Wiesinger, Bereichsleiter bei der Messe Stuttgart, vergeben. Zur Intention des neuen Awards betonte Andreas Wiesinger: „Mit dem Innovation Award wollen wir auf die hohe Innovationskraft in der Branche aufmerksam machen und bedanken uns bei allen Teilnehmern für die Bereitschaft, sich im Wettbewerb den kritischen Blicken der Interbad-Besucher gestellt zu haben.“ 2016 wird die Interbad fast einen Monat früher, und zwar vom 27. bis 30. September stattfinden.

Fotos: Interbad/ Tom Philippi

Impressionen der Interbad 2014

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