Vorwärts zu neuen Poolebenen


Am 28. Februar lud Leidenfrost seine Premium Partner nach Wien zu einem Informationstag mit anschließender Nachtwanderung 
im Tiergarten Schönbrunn. Die Veranstaltung unterstrich den Anspruch des Fertigpoolherstellers, sich als Vorreiter zu positionieren.

Neue Produkte, eine erweiterte und effizientere Produktionsstätte in Eggenburg, der Ausbau des Händlernetzes, eine neue Betriebsanleitung und beträchtliche Investitionen in den Online-Bereich – die Aktivitäten des nieder-österreichischen Fertigpoolherstellers Leidenfrost sind aktuell derart umfangreich, dass sie den Zeitrahmen eines einzigen Informationstages praktisch sprengten. Das Interesse der Premium Partner war groß und entsprechend zahlreich kamen die Schwimmbadbauer aus Österreich, Deutschland und der Schweiz  nach Wien, um sich über den aktuellen Stand bei Leidenfrost zu informieren.

Inzwischen ist das Händlernetz nach Aussage von Geschäftsführer Hans Poinstingl auf 23 Partner angewachsen, neu dazugekommen sind zuletzt die Firmen Poolbau Ketzer (Deutschland), Crystal Pool (Schweiz) und Popp aus Tschechien.

Geschäftsführer Hans Poinstingl begann die Informationsveranstaltung mit einer aktuellen Bestandsaufnahme des Bauprojekts „Leipo 3.0“ (vgl. letzte Ausgabe Profi S. 20), mit dem die Leidenfrost-Produktion hinsichtlich Effizienz, nachhaltigem Ressourceneinsatz und moderner Produktionsmethoden auf den neuesten Stand gebracht werden soll.

Von Avalos bis Flatline
Das Leidenfrost-Poolportfolio wird in diesem Jahr ebenfalls Zuwachs bekommen. Bereits ab April lieferbar ist das Modell „Avalos 750.tsc“, mit der die bestehende Serie um ein etwas kleineres Becken erweitert wird. Der elegante Allroundpool (in sechs Farben erhältlich) ist damit eine Alternative für kleinere Gärten.

Ab September bringt Leidenfrost mit „Linea 770“ eine neue Beckenform mit zwei schlanken seitlichen Einstiegen und einer fix montierten Haltestange. Damit steht bei dem 7,7 Meter langen Becken die volle Schwimmfläche zur Verfügung. Die Massageanlage befindet sich ausschließlich im Stufenbereich. Das Becken ist ab Herbst lieferbar, genauso wie die neuen Einbauteile der Linie „flatLine“: Sie besteht aus dem PN-Taster „flatLine“ aus Edelstahl, der Einströmdüse „flatFlow“ (ebenfalls aus V4A-Edelstahl) und der Gegenstromanlage „flatJet“. 

Neuer Fuhrpark und Bedienungsanleitung
Die Fallstricke bei der Poolanlieferung beleuchtete Leidenfrost-Disponent Reinhard Rotter in seinem Vortrag. Er machte deutlich, welche hohen logistischen und rechtlichen Voraussetzungen für einen vorschriftsmäßigen Pooltransport nötig sind. Um die hohen Qualitätsanforderungen seiner Kunden zu erfüllen, investierte Leidenfrost in einen weiteren Ausbau seines Fuhrparks.

Aktuell verfügt das Unternehmen über drei Sattelzugmaschinen, zwei davon mit Kranaufbau sowie drei teleskopierbaren Sattelaufliegern. Die Chauffeure, Monteure und Verlader von Leidenfrost werden ständig über Schulungen auf dem neuesten Stand gehalten. Selbstabholungen bleiben nach wie vor möglich, soweit geeignete Fahrzeuge vorhanden sind.

Bei wichtigen Zukunftsthemen wie der Produktionsmodernisierung oder dem Qualitätsmanagement wird Hans Poinstingl seit 2010 von seinem Sohn Lukas unterstützt. Lukas Poinstingl zeichnet auch für die Erarbeitung der neuen, rund 70-seitigen Betriebsanleitung verantwortlich. Ähnlich wie beim Autokauf soll mit der neuen Betriebsanleitung dem Kunden ein Aufklärungsbuch und Nachschlagewerk in die Hand gegeben werden, mit dem er bestmöglich über die wichtigsten Details zu seinem Pool informiert und zu einer eigenen Fehleranalyse befähigt wird.

Gleichzeitig sichert sich der Poolhersteller bzw. der Schwimmbadbauer damit ab, dass der Kunde über die sachgemäße Nutzung, Wartung und Pflege seiner Anlage in Kenntnis gesetzt wurde.
Dies ist Voraussetzung für die Garantieleistung (30 Jahre auf Osmose und Dichtheit auf den Beckenkörper), die Leidenfrost allen Kunden gewährt. Am Schluss steht dann die Übergabe des Qualitätszertifikats an den Kunden. Voraussichtlich ab April erhalten alle Premium Partner eine Erstausstattung mit zehn Bedienungsanleitungen. 

Bequemes Bestellen per Tablet
Ein weiteres neues Leidenfrost-Projekt heißt „LEIPOmall“, das den Händlern den Bestellvorgang erleichtern soll. Ab sofort sind alle Pools und Ausstattungsmöglichkeiten bequem über das Tablet zu bestellen. Über die App „LEIPOmall“ ist das ganze Leidenfrost-Portfolio übersichtlich gegliedert online abrufbar.

Die Premium Partner wurden von Hans und Lukas Poinstingl intensiv mit den Möglichkeiten der neuen Applikation vertraut gemacht. Leidenfrost investierte eine sechsstellige Summe in den Aufbau von „LEIPOmall“, das nur den Anfang einer umfangreichen Online-Strategie bildet, dem weitere Projekte in Kürze folgen werden.

Wie bei der letzten Händlertagung, lud Leidenfrost auch in diesem Jahr externe Referenten rund um das Thema Schwimmbad und Wellness ein. Eichenwald-Produktionsleiter Serkan -Avcilar, dessen Unternehmen insbesondere im Bereich Duschen, Leitern und anderer Edelstahlprodukte tätig ist, erläuterte die Unterschiede der gängigsten Edelstahlvarianten (V2A, V4A). Dabei wies Avcilar auf mögliche Korrossionsgründe hin und gab ausführliche Hinweise zur richtigen Pflege von Edelstahl.

Balance zwischen
Arbeit und Freizeit
Der Freizeitforscher Prof. Peter Zellmann vom Institut für Freizeit- und Tourismusforschung in Wien spannte einen weiten Boden von der Industrie- in die heutige Dienstleistungsgesellschaft. Zellmann zeigte dabei auf, wie grundlegend sich unser heutiger Lebensstil von dem vergangener Generationen unterscheidet. Hauptmerkmal: Bedingt durch eine höhere Lebenserwartung und die Verkürzung der Wochenarbeitszeiten ist die reine Arbeitszeit im Verhältnis zur Freizeit immer mehr geschrumpft, eine neue Balance zwischen Arbeit und Freizeit entstand (work leisure balance).

Es kristallisierte sich eine Dienstleistungsgesellschaft heraus, in der das Thema Wellness einen immer größeren Stellenwert einnimmt. Während das Gehalt weiter wichtig bleibt, spielen auch Faktoren wie die Wohnqualität und das Freizeitangebot heute eine immer stärkere Rolle. Das Thema Wohlbefinden, gerade auch in den eigenen vier Wänden, sich selbst und seinem Körper etwas Gutes tun, ist ein Freizeittrend mit steigender Bedeutung. Hier müsse auch die Schwimmbadbranche ansetzen, so Zellmann: Als Dienstleister mit empathischen Fähigkeiten, der die neuen Bedürfnisse seiner Kunden erkennen und umsetzen kann.

Das Thema Wohlbefinden und Empathie kam dann auch für die Teilnehmer der Leidenfrost-Tagung nicht zu kurz: Nach einem spannenden Nachtausflug in den Tiergarten Schönbrunn (mit schlafenden Nilpferden und aktiven Kängurus), führte der Weg ins „Plachutta Grünspann“, ein Speiselokal mit schönem Biergarten, wo am reichhaltigen Buffet die kulinarischen Vorzüge Österreichs eindrucksvoll unterstrichen wurden. Und die Vorfreude auf die nächste Leidenfrost-Veranstaltung wuchs. Bei der nächsten Premium Partner-Tagung soll übrigens der beste Leidenfrost-Händler ausgezeichnet werden. Ihm winkt als Hauptpreis ein Gratis-Pool von Leidenfrost.

Fotos: Leidenfrost

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